Wenn sie ihre Welt einmal ganz anders betrachten und einfangen wollen, versuchen Sie doch einmal mit extremen Winkelobjektiven. Mit diesen lassen sich Perspektiven erkunden, die man sonst nur in mehreren Bildern erfassen kann.

Wie man sieht sind machen solche Objektive keine natürlichen Ansichten sondern stark verzerrte Bilder die im Extremfall 180° Winkel abbilden. Für Freunde einer korrekten Bildwiedergabe ist das sicherlich nichts, aber wenn sie Dynamik, Emotion und Spaß vermitteln wollen kann ein solches extremes Weitwinkelobjektiv genau das Richtige sein. Wie im ersten Bild zu sehen, lässt sich so zum Beispiel in der Natur der Boden zusammen mit dem Blick nach oben in den Himmel auf einem Bild darstellen. Sie zeigen dem Betrachter das, was normalerweise ein Rundumblick ermöglicht. Zusätzlich erzeugt diese Technik eine unheimliche Tiefenwirkung.

Betrachten Sie das Bild mit der Bühne. Die Personen die Dichter an der Kamera sitzen werden sehr viel größer dargestellt als das bei einem normalen Objektiv der Fall wäre. Die Bühne im Hintergrund wirkt sehr klein. Durch die große Schärfentiefe haben Sie sowohl den Vordergrund als auch den Hintergrund in der Schärfe was mitunter surreal anmutenden kann. Gleichzeitig hat der Betrachter aber auch alle wichtigen Bildelemente scharf abgebildet. Beim folgenden Bild sieht man sehr schön die sowohl die Blätter im Vordergrund als auch die Bäume im Hintergrund gleichzeitig in der Schärfe liegen.

Natürlich gibt es auch extreme Verzerrungen („Verzeichnung“ genannt), die nicht immer schön sind manchmal aber die Dynamik verstärken. Besonders deutlich ist die Verzeichnung von geraden Linien die dicht an der Kamera liegen. Das folgende Bild zeigt senkrechte Pfeiler einer Brücke. Hier ist die Verzeichnung extrem.

Einen Teil der Verzeichnungen kann man in der Bildbearbeitung korrigieren und so das Bild wieder natürlicher aussehen lassen ohne viel vom großen Blickwinkel zu verlieren. Besonders gut funktioniert das in den gängigen RAW-Konvertern (falls Sie in RAW fotografieren).

Landläufig werden solche Objektive mit ca. 180° Sichtwinkel als „Fischauge“ bezeichnet. Dieser Winkel (also wie stark die Sichtweite ist) hängt von der Brennweite des Objektivs und von der Sensorgröße Ihrer Kamera ab. Bei einer Vollformat Kamera ( also einer Kamera mit Sensor in Kleinbildgröße 24x36mm) beträgt diese Brennweite ca. 16 mm oder darunter. Bei gängigen Kleinbildkameras mit APSC Sensor liegt dieser Brennweite bei 10 mm. Bei „MicroFourThirds“ Sensoren sind das 8 mm oder weniger.

Durchstreifen Sie Ihre Welt einmal mit einem solchen Objektiv oder verwenden Sie es auf Partys oder feiern. Sie werden sehen wie viel Spaß das macht und welche neuen Ansichten Sie damit einfangen können.